Mainzer Domchor

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Mainzer Domchor

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Der Mainzer Domchor wurde 1866 von Bischof Wilhelm Emmanuel Ketteler in seiner heutigen Form mit Knaben- und Männerstimmen gegründet.
Seit 1985 wird er von Domkapellmeister Prof. Mathias Breitschaft geleitet. Vornehmste Aufgabe des Mainzer Domchores ist die Mitgestaltung der Gottesdienste am Hohen Dom zu Mainz. Von Oktober bis zum Beginn der Sommerferien singt der Chor an Sonn- und Feiertagen im Wechsel mit Domkantorei und Mädchenchor Hochämter und Vespern im Dom. Der Mainzer Domchor besteht in allen Gruppierungen aus ca. 160 Mitgliedern. Im Vorbereitungskurs erfahren die jährlich ca. 20 neue Sänger eine gediegene musikalische und stimmliche Grundausbildung, die in zwei wöchentlichen Proben vermittelt wird.

Nach einem Jahr wechseln die Jungen in den Domchor und erlernen hier gemeinsam mit ihren älteren Kollegen das große Repertoire an geistlicher Chormusik, das von der Gregorianik bis zur Gegenwart reicht. Besondere Freude haben die Sänger an der Erarbeitung und Aufführung großer oratorischer Werke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner und anderen. Diese werden regelmäßig bei den Mainzer Domkonzerten zur Aufführung gebracht, die sich in der Bischofsstadt großer Beliebtheit erfreuen.

Neben den drei wöchentlichen Chorproben im Chorhaus gibt es für die Chorbuben Einzelstimmbildung in kleinen Gruppen. Nicht selten bewähren sich besonders begabte Jungen auch auf Konzert- und Opernbühnen. Während des Stimmwechsels bleiben die meisten Jugendlichen als “Exkantoristen” beim Chor, übernehmen nun das ehrenvolle Amt der Meßdiener am Dom und treffen sich einmal in der Woche zu Gruppenstunden oder zum Sport. Viele kommen dann als Männerstimmen wieder, wenn der Stimmwechsel abgeschlossen ist. Das Singen im Mainzer Domchor macht den Jungen viel Freude, denn für Abwechslung im Chorleben ist gesorgt.

Durch zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen ist der Chor weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt geworden. So sind Konzertreisen nach Italien, Frankreich, Belgien, Schweiz, Israel, Rußland, USA, Kanada und Brasilien, der verdiente Lohn für Treue und Zuverlässigkeit, mit der die Jungen eifrig ihrem Dienst an Gott und den Menschen nachgehen.

Gelegentlich gibt es auch “Ausflüge” in Konzertsäle (Alte Oper Frankfurt, Berliner Philharmonie u.a.) und in die Opernhäuser (Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Mainz), in denen die Kinder schon in jungen Jahren die großen Meisterwerke z.B. einer 8. Sinfonie von Gustav Mahler, des “War-Requiem” von Benjamin Britten oder der “Zauberflöte” von W.A. Mozart und anderen Opern kennenlernen. So werden frühzeitig religiöse, künstlerische und pädagogische Werte vermittelt, die für das ganze Leben prägend sind.

Das Chorleben spielt sich aber auch vor und nach den Auftritten ab. Der Domchor bietet hier gleich eine ganze Menge von Freizeitangeboten. Der Mainzer Domchor hat keine eigene Schule und kein Internat. Die Chorsänger kommen aus der ganzen Stadt und den Vororten von Mainz zu den Chorproben zusammen.


Flyer Mainzer Domchor

Bericht vom 21.5.2009 im ZDF über den Mainzer Domchor anläßlich des Festkonzerts"1000 Jahre Mainzer Dom"

Bericht "Von wegen Chorknaben... auch wir haben Power"
(Rheinzeitung 16.6.2009)

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